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Barrierefrei bauen 2026: DIN 18040-2, KfW-159 & Grundrisse

Barrierefreiheit betrifft längst nicht mehr nur wenige: 2026 ist mehr als jeder fünfte Neubau nach DIN 18040-2 geplant. Dieser Beitrag erläutert die zentralen Maße der Norm, führt durch die KfW-159-Förderung (Kredit bis 50.000 €), nennt realistische Mehrkosten und zeigt, welche Fertighausanbieter eine eigene barrierefreie Hauslinie anbieten.

Dr. Anna Schäfer, Bauingenieurin
Stand: 02. Mai 2026
Lesezeit: 21 Min
Großzügiges, schwellenfreies Fertighaus mit barrierearmem Eingangsbereich und Rampe
DIN 18040-2 gibt den Rahmen — KfW 159 fördert mit zinsgünstigen Krediten.

Bevor Sie sich für einen bestimmten Grundriss entscheiden, lohnt der nüchterne Blick auf die Zahlen: Barrierefreie Anpassungen kosten im Neubau ein Bruchteil dessen, was ein späterer Umbau verschlingt. Auf Fertighaus-Vergleich.com ordnen wir die Anbieter danach, wer eine eigene barrierefreie Hauslinie führt – und wer nicht. Dieser Beitrag führt Sie durch die relevanten Maße der DIN 18040-2, drei praxiserprobte Grundriss-Modelle sowie die Fördermöglichkeiten über das KfW-Programm 159, damit Sie Angebote objektiv gegenüberstellen können.

DIN 18040-2
Norm-Grundlage
Wohnungen / Wohnhäuser
KfW 159
Förderkredit
bis 50.000 € pro Wohneinheit
12–48 k €
Mehrkosten Neubau
Standard vs. barrierefrei

Für wen sich barrierefreies Bauen tatsächlich rechnet

Kurzantwort: Der weit verbreitete Irrtum: Barrierefreiheit sei nur ein Thema für pflegebedürftige Menschen. Tatsächlich zahlt sie sich für drei sehr unterschiedliche Gruppen aus. Kapitalanleger sichern sich mit einer barrierefreien Immobilie eine bessere Wiederverkäuflichkeit. Menschen mit eingeschränkter Mobilität – ob Rollator, Rollstuhl oder Gehstock – gewinnen Selbstständigkeit im Alltag. Und Familien planen ihr Zuhause so, dass es über Generationen tragfähig bleibt. Der finanzielle Rahmen liegt im Neubau bei 12.000 bis 48.000 Euro Mehraufwand, wovon KfW 159 rund 60 bis 90 Prozent zinsgünstig abdeckt. Wer erst nachrüstet, zahlt das Drei- bis Fünffache.

Rechnen Sie in Jahrzehnten, nicht in Jahren: Ein heute errichtetes Haus wird typischerweise 30 Jahre und länger bewohnt. Eine bodengleiche Dusche, breite Durchgänge und ein vollständiges Wohnprogramm im Erdgeschoss sind kein Zugeständnis ans Alter, sondern schlichtweg komfortabler – auch für junge Haushalte. Kinderwagen passen mühelos durch 90-cm-Türen, der Garten ist ohne Stufen erreichbar, und beim Putzen entfallen lästige Stolperkanten. Barrierefrei bedeutet vor allem: durchdacht.

DIN 18040-2 konkret: die Maße, auf die es ankommt

Kurzantwort: Die Norm kennt zwei Ausbaugrade. Der Basis-Standard („barrierefrei nutzbar“) genügt für die meisten Haushalte, der R-Standard („uneingeschränkt mit Rollstuhl nutzbar“) geht deutlich weiter. Merken Sie sich diese Eckwerte: Bewegungsflächen von 120 × 120 cm (Basis) bzw. 150 × 150 cm (R), lichte Türbreiten von 80 cm bzw. 90 cm, Schwellen von höchstens 2 cm, eine ebenerdige Dusche ab 120 × 120 cm, Fensterbrüstungen mit freiem Blick unter 60 cm sowie Schalter und Steckdosen auf 85 cm Höhe.

DIN 18040-2: Standard vs. R-Standard (Rollstuhl)

Bauteil / BereichStandardR-Standard (Rollstuhl)
Türbreite lichte Weite≥ 80 cm≥ 90 cm
Türgriffhöhe85 cm Standard85 cm Standard
Bewegungsfläche im Raum120 × 120 cm150 × 150 cm
Bewegungsfläche vor Sanitär120 × 120 cm150 × 150 cm
Schwellenlose Übergängemax. 2 cmmax. 2 cm
Duscheebenerdig 120 × 120 cmebenerdig 150 × 150 cm
WC-Sitzhöhe46–48 cm46–48 cm
Waschbecken-Höhe82–86 cmunterfahrbar 67 cm
Fensterbrüstung≤ 60 cm Sicht≤ 60 cm Sicht
Steckdosen / Schalter85 cm Höhe85 cm Höhe
Treppe (wenn vorhanden)Handlauf beidseitigHandlauf + Aufzug/Plattform

Diese Werte sind nicht nur Norm, sondern teilweise Voraussetzung für die KfW-159-Förderung. Erfüllen Sie den vollen R-Standard, lassen sich die Zuschussbausteine „Barrierereduzierung Standard“ und „Standard 2“ kombinieren – das Maximum an Förderung. Welche Hersteller diese Maße serienmäßig einhalten und mit 3D-Ansichten belegen, sehen Sie in unserem Anbietervergleich.

Drei bewährte Grundriss-Konzepte für stufenloses Wohnen

Kurzantwort: Am Markt haben sich drei Grundrisstypen durchgesetzt. Das Mehrgenerationenhaus vereint zwei Wohneinheiten, wobei mindestens die Erdgeschosswohnung barrierefrei ausgeführt wird. Das Einfamilienhaus mit optimiertem Erdgeschoss verlegt Schlafen, Bad und Küche nach unten und hält das Obergeschoss als Reserve. Der klassische Bungalow schließlich bringt sämtliche Räume auf eine Ebene und eignet sich damit ideal für die Rollstuhlnutzung. Jede Variante bringt eigene Stärken – und unterschiedliche Mehrkosten – mit sich.

  • Mehrgenerationenhaus 180–250 m²: Zwei getrennte Einheiten, die untere barrierefrei für die Eltern, die obere für die Familie. Mehrkosten 25.000–48.000 €.
  • EFH mit EG-Optimierung 130–160 m²: Schlafen, Bad und Küche unten, das OG für Kinder oder Hobby. Aufzug vorbereitbar. Mehrkosten 12.000–25.000 €.
  • Bungalow 110–150 m²: Alles auf einer Ebene, optimal für Rollstuhl. Setzt ein größeres Grundstück (ab 600 m²) voraus. Mehrkosten 0–8.000 €.
0
Bungalow typische Größe
bis 0 k €
KfW 159 Kredit
ab 0 %
Eigenkapital, KfW-Kredit

Gerade ab Mitte 50 rückt der Bungalow in den Fokus vieler Bauinteressierter. Wer die nötige Grundstücksfläche mitbringt, erhält auf einer Ebene die gleiche Wohnfläche wie in einem zweigeschossigen Haus – ohne einzige Treppe. Modelle und Hersteller im Detail finden Sie im Bungalow-Hub. Konkrete barrierefreie Grundrisse zeigt der Grundrisse-Bereich.

Das Bad als Schlüsselraum barrierefreier Planung

Kurzantwort: Kein Raum entscheidet so stark über die Barrierefreiheit wie das Bad. Die DIN 18040-2 fordert eine bodengleiche Dusche (120 × 120 cm, im R-Standard 150 × 150 cm), ein WC mit 46–48 cm Sitzhöhe und 90 cm seitlicher Bewegungsfläche, bei Rollstuhlnutzung ein unterfahrbares Waschbecken (Oberkante 80 cm, Beinfreiraum 67 cm), einhebelbedienbare Armaturen sowie Stützgriffe nach DIN 18040-3. Rechnen Sie gegenüber einem Standard-Bad mit Mehrkosten von 6.000 bis 14.000 Euro je Bad.

Ein pragmatischer Rat: Ein Vorwand-WC mit höhenverstellbarem Element kostet rund 250 Euro Aufpreis, macht das Bad aber später ohne kompletten Umbau an einen Pflegefall anpassbar. Ähnlich effizient ist das vorbereitete Verstärken der Wände für Stützgriffe (Trockenbau- Reinforcement) – 80 bis 150 Euro je Befestigungspunkt heute ersparen später Stemmarbeiten von 1.500 bis 3.000 Euro.

Unsichtbar vorsorgen

Ein Bad lässt sich unauffällig auf spätere Barrierefreiheit vorbereiten, ohne dass es im Alltag anders aussieht: verstärkte Wandpunkte, eine flache Duschtasse, etwas breitere Türrahmen. Die Familie nutzt das Bad ganz normal – im Ernstfall sind Sie jedoch sofort handlungsfähig und sparen 15.000 bis 25.000 Euro Umbaukosten. Markenhersteller wie Bien-Zenker, FingerHaus oder KAMPA bieten dieses „anpassbare Bad“ als reguläre Option an.

Anbieter mit barrierefreier Hauslinie gegenüberstellen

Rund 12 der 35 Markenhersteller in unserem Detailvergleich führen 2026 eine eigene barrierefreie Linie – mit DIN-18040-2-konformer Ausstattung ab Werk und Unterstützung beim KfW-159-Antrag. Wir stellen Ihnen drei passende Häuser gegenüber.

KfW 159 im Detail: so funktioniert die Förderung

Kurzantwort: Das Programm 159 „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt 2026 sowohl Neubau als auch Umbau. Es gewährt einen zinsvergünstigten Kredit von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit, jederzeit kostenfreie Sondertilgungen inklusive. Gefördert wird entweder eine vollständig DIN-18040-2-konforme Planung oder ein Paket aus mindestens fünf anerkannten Einzelmaßnahmen – etwa breitere Türen, bodengleiche Dusche, Stützgriffe, schwellenlose Übergänge oder die Vorbereitung eines Treppenlifts. Wichtig: Der Antrag läuft über die Hausbank und muss vor Vertragsabschluss gestellt werden.

Da sowohl Einzelmaßnahmen als auch komplette Standards förderfähig sind, lassen sich im Neubau folgende Bausteine sinnvoll kombinieren:

  • Elektroinstallation: Schalter und Steckdosen auf 85 cm, Beleuchtung mit Bewegungssensor, Vorbereitung eines Hausnotrufs.
  • Erschließung im Haus: breite Treppen mit Handlauf, Aufzug oder Plattformlift, vorbereitete Schiebetüren.
  • Bewegungsflächen: 120 × 120 cm (Standard) bzw. 150 × 150 cm (R-Standard) in allen Haupträumen.
  • Sanitär: bodengleiche Dusche, unterfahrbarer Waschtisch, WC mit Stützgriffen.
  • Türen: lichte Breite ab 80 cm (Standard) oder ab 90 cm (R-Standard).
  • Zugang: schwellenfreier Eingang, Rampe statt Stufe, ausreichend breite Wege.

Welche Hersteller eine barrierefreie Linie im Programm haben

Kurzantwort: Mindestens 12 der 35 Markenhersteller in unserem Detailvergleich führen 2026 eine barrierefreie Baureihe. Dazu zählen unter anderem Bien-Zenker („Concept-L“), Schwabenhaus („SmartHome50plus“), KAMPA („Bungalow Generation“), FingerHaus („MEDLEY-Generation“), OKAL, Hanse Haus („Single Floor“), Schwörer, Streif („Bungalow Concept-G“), Town & Country („Bungalow 92“), Heinz von Heiden, DAN-Wood sowie Allkauf („Bungalow Easy“). Die Konzepte unterscheiden sich spürbar in Standardausstattung, Aufpreis und KfW-Handling.

Prüfen Sie bei der Auswahl gezielt:

  • Bietet der Hersteller KfW-159-Antragsservice (mindestens über einen BAFA-Energieberater)?
  • Ist ein Aufzugsschacht für den späteren Einbau vorbereitbar?
  • Sind beidseitige Handläufe an der EFH-Treppe serienmäßig?
  • Werden 120 × 120 cm Bewegungsfläche in Bad, WC und Schlafzimmer real eingehalten?
  • Gehört die bodengleiche Dusche zur Serie oder kostet sie extra?
  • Sind 80 oder 90 cm Türbreite Standard? (Aufpreis oft 250–600 € je Tür.)

Vom Wohnzimmer stufenlos in den Garten

Kurzantwort: Der Außenbereich fällt bei der Planung häufig hinten runter, ist für echte Barrierefreiheit aber zentral. Normgerecht heißt das: ein Übergang vom Wohnraum zur Terrasse mit maximal 2 cm Höhenunterschied, Wege ab 120 cm (Rollator) bzw. 150 cm (Rollstuhl), fugenarme feste Beläge (eher Beton oder Naturstein als loses Pflaster), Wegbeleuchtung mit Bewegungssensor und Sitzgelegenheiten alle rund 30 Meter. Gartentüren sollten dieselbe lichte Breite wie die Innentüren haben.

Ein großzügiger Dachüberstand hält den Eingang trocken – gerade wenn das Öffnen der Tür bei eingeschränkter Mobilität länger dauert, ein echter Vorteil. Eine schlüssellose Zutrittslösung per Smartphone, Code oder Fingerabdruck (siehe Smart-Home-Ratgeber) ergänzt das ideal. Für die Gartenarbeit bieten sich Hochbeete mit einer Arbeitshöhe von 80 bis 90 cm an, die im Sitzen wie im Stehen erreichbar bleiben.

Fazit: welche Maßnahmen sich immer lohnen – und welche nicht

Kurzantwort: Einige Vorkehrungen kosten im Neubau kaum etwas und sollten deshalb bei jedem Projekt einfließen: 90-cm-Türen statt 80 cm, eine schwellenlose Dusche, verstärkte Wandpunkte für spätere Stützgriffe, Steckdosen mit 50 cm Bodenabstand, ein Waschbecken mit vorbereitetem Beinfreiraum, breite Außenwege und ein reservierter Aufzugsschacht im EFH. Der volle R-Standard rechnet sich dagegen erst bei konkretem Mobilitätsbedarf – mit 25.000 bis 48.000 Euro Mehrkosten, von denen KfW 159 rund 60 bis 90 Prozent zinsgünstig trägt.

Als Faustregel gilt: Im Neubau schlägt jede barrierefreie Vorkehrung mit nur 5 bis 15 Prozent Aufpreis gegenüber dem Standard zu Buche, im Bestand mit dem Drei- bis Fünffachen. Wer 30 Jahre und mehr im eigenen Haus bleiben möchte, plant R-Standard-Türen, schwellenlose Übergänge und das anpassbare Bad von Anfang an ein. Das Mehrgenerationenmodell lohnt sich vor allem dann, wenn ohnehin ein größeres Haus ansteht – die zweite Einheit wird mit reduziertem Aufwand barrierefrei.

Barrierefrei, KfW-159 und Festpreis kombiniert

Drei Markenhersteller mit barrierefreier Linie erstellen Ihnen Festpreis-Angebote inklusive KfW-159-Antrag. Mehrkosten und Förderung sehen Sie klar aufgeschlüsselt – kostenlos und unverbindlich.

Barrierefrei bauen – die wichtigsten Suchanfragen

Barrierefrei bauen

Barrierefrei bauen bedeutet, Grundriss, Türen, Bad, Küche, Eingangsbereich, Bewegungsflächen und Schwellen frühzeitig zu planen. Der Abschnitt sollte auch mögliche Förderungen nennen.

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Ihre Fragen – kurz beantwortet

Was Sie zu Barrierefrei bauen 2026 am häufigsten wissen möchten, hat die Redaktion von Fertighaus-Vergleich.com für Sie zusammengefasst (Stand 2026).

Was heißt barrierefrei nach DIN 18040-2 konkret?
Die DIN 18040-2 ist 2026 die maßgebliche Norm für barrierefreies Bauen im Wohnungsbau und kennt zwei Stufen: „B“ (barrierefrei) und „R“ (rollstuhlgerecht). Stufe B verlangt einen stufenlosen Zugang, Türbreiten von mindestens 80 cm, Bewegungsflächen von 1,20 m × 1,20 m vor Türen und in Räumen, schwellenlose Übergänge, ausreichende Beleuchtung und kontrastreiche Markierungen. Stufe R geht darüber hinaus mit Türbreiten ab 90 cm, Bewegungsflächen von 1,50 m × 1,50 m als Rollstuhl-Drehkreis, einem unterfahrbaren Waschtisch und einer bodengleichen Dusche ab 1,50 m × 1,50 m. Da Stufe R deutlich teurer ist, genügt für „Generationenhäuser“ meist Stufe B.
Wie viel teurer ist ein barrierefreies Fertighaus?
Gegenüber einem Standard-Fertighaus fallen 2026 folgende Mehrkosten an: Stufe B (barrierefrei) kostet bei 130 m² rund 8.000 bis 15.000 Euro mehr für breitere Türen, schwellenlose Übergänge und größere Bäder. Stufe R (rollstuhlgerecht) liegt mit 18.000 bis 35.000 Euro Aufpreis höher – für Drehkreise von 1,50 m, unterfahrbare Sanitärobjekte, breitere Treppen sowie bei zwei Geschossen einen Treppenlift oder Aufzug und größere Bewegungsflächen in der Küche. Wer gleich als Bungalow barrierefrei plant, spart sich Treppenlift-Kosten von 12.000 bis 25.000 Euro; der Bungalow-Grundriss ist damit die wirtschaftlichste Lösung.
Welche Förderung gibt es 2026 für barrierefreies Bauen?
Zentral ist 2026 das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ (Programm 159, Standard 455-B) mit einem zinsverbilligten Kredit bis 50.000 Euro je Wohneinheit für barrierereduzierende Umbauten. Gefördert werden Wege und Stellplätze, der Eingangsbereich, Wohnungs- und Hauseingangstüren, die vertikale Erschließung über Aufzug oder Treppenlift, die Anpassung der Raumgeometrie, Sanitärräume und Orientierungshilfen. Förderfähig ist „barrierefreier Wohnraum“ beziehungsweise Stufe B nach DIN 18040-2 – der volle R-Standard ist nicht zwingend. Ergänzend legen Länder wie NRW, Bayern und Baden-Württemberg eigene Zuschussprogramme über 1.500 bis 5.000 Euro auf.
Welche Anbieter führen barrierefreie Modelle im Programm?
Zum Stand Q2/2026 bieten 18 der 35 im Detailvergleich erfassten Anbieter gezielt barrierefreie Grundrisse oder „Generationenhaus“-Pakete. Zu den Spezialisten zählen KAMPA, WeberHaus, Bien-Zenker, Schwörer, Hanse Haus sowie Town & Country und Massa Haus mit ihren Bungalow-Linien. Beim rollstuhlgerechten Standard (DIN 18040-2 R) ist KAMPA besonders ausgereift, ebenso die „Lebensraum“-Linie von WeberHaus und der „Generationenbungalow“ von Schwörer. Bei den meisten Anbietern lassen sich Standardgrundrisse barrierefrei umplanen – dafür fallen 5.000 bis 15.000 Euro Umplanungskosten plus die genannten Bau-Aufpreise an.
Ist ein Bungalow von sich aus barrierefrei?
Nein. Ein Bungalow ist zwar eingeschossig, aber ohne zusätzliche Maßnahmen nicht automatisch barrierefrei. Damit er 2026 Stufe B nach DIN 18040-2 erfüllt, sind ergänzend nötig: ein schwellenloser Eingang über Rampe oder Niveauausgleich, Türbreiten ab 80 cm, Bewegungsflächen von 1,20 m × 1,20 m vor Türen, ein Bad mit bodengleicher Dusche und ausreichender Bewegungsfläche, eine Küche mit breiten Durchgängen und kontrastreiche Bodenbeläge. Der Aufpreis gegenüber einem Standard-Bungalow beträgt 6.000 bis 12.000 Euro. Wer den Bungalow von Anfang an barrierefrei plant, fährt deutlich günstiger als bei nachträglichem Umbau.
Welche Maße sind für ein barrierefreies Bad vorgeschrieben?
Für Stufe B (barrierefrei) gelten: eine Bewegungsfläche vor den Sanitärobjekten von mindestens 1,20 m × 1,20 m, eine bodengleiche Dusche mit Innenmaß ab 1,20 m × 1,20 m, eine Türbreite ab 80 cm und Türen, die nach außen öffnen oder als Schiebetür ausgeführt sind. Stufe R (rollstuhlgerecht) verlangt Bewegungsflächen von 1,50 m × 1,50 m, eine Dusche von 1,50 m × 1,50 m, einen unterfahrbaren Waschtisch mit mindestens 67 cm Beinfreiheit, eine beidseitig anfahrbare Toilette (90 cm links und rechts), Stütz- und Haltegriffe sowie einen Notruf. Ein Bad nach R misst rund 6,5 bis 8,0 m², nach B etwa 5,0 bis 6,0 m². Standard-Fertighaus-Bäder mit 4 m² sind nicht barrierefrei.
Lohnt sich barrierefreies Bauen schon in jungen Jahren?
Ja, aus drei Gründen. Erstens der Komfort im Hier und Jetzt: Breitere Türen, schwellenlose Übergänge und größere Bäder erleichtern den Alltag mit Kinderwagen, nach einer Verletzung oder beim Möbeltransport spürbar. Zweitens die Wertstabilität, denn ein barrierefreies Haus ist beim Wiederverkauf attraktiver, weil die Käufergruppe der über 60-Jährigen wächst. Drittens vermeiden Sie teure Nachrüstungen, da sich bodengleiche Duschen, breitere Türen und größere Bäder später nur mit dem Drei- bis Fünffachen des Aufwands umbauen lassen. Planen Sie deshalb 2026 mindestens Stufe B ein – die Mehrkosten von 8.000 bis 15.000 Euro rechnen sich oft schon in den ersten 25 Jahren.

Barrierefrei bauen 2026 – die wichtigsten Suchanfragen

Barrierefrei bauen

Barrierefrei bauen bedeutet, Grundriss, Türen, Bad, Küche, Eingangsbereich, Bewegungsflächen und Schwellen frühzeitig zu planen. Der Abschnitt sollte auch mögliche Förderungen nennen.

Prüfzeichen TÜV Rheinland ZERTIFIZIERT für die geprüfte Qualifikation, ID 0000038136

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An Ihrer Seite: Nico Brunner

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