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GEG 2024/2026 fürs Fertighaus: Was wirklich Pflicht ist

Welche energetischen Vorgaben gelten wirklich? Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt 2026 verbindlich fest, welchen Standard ein Fertighaus erfüllen muss, wie der Pflichtanteil erneuerbarer Energien umzusetzen ist und welche Heizung zulässig bleibt. Wir ordnen die Effizienzhaus-Stufen, die 65-%-EE-Regel und die Folgen für Bauantrag, Bauvertrag und KfW-Förderung ein.

Markus Weber, Energieberater
Stand: 02. Mai 2026
Lesezeit: 23 Min
Modernes, energieeffizientes Fertighaus mit Wärmepumpe und integrierter Photovoltaik-Anlage
GEG 2026: Mindestens 65 % erneuerbare Energien für jeden Neubau.

Wer 2026 ein Fertighaus vergleicht, kommt am Gebäudeenergiegesetz (GEG) nicht vorbei: Es bestimmt, welchen Energiestandard ein Neubau erreichen muss, wie der Pflichtanteil erneuerbarer Energien umzusetzen ist und welche Heizung überhaupt noch zulässig bleibt. Damit Sie Angebote auf Augenhöhe beurteilen können, erklärt dieser Beitrag die Effizienzhaus-Stufen, die 65-Prozent-Regel und deren Folgen für Bauantrag, Bauvertrag und KfW-Förderung – auf dem Stand von Mai 2026.

65 %
EE-Pflichtanteil Heizung
GEG § 71 ff.
EH 55
Mindeststandard Neubau
GEG-Referenzgebäude minus 25 %
≤ 0,28
U-Wert Außenwand
W/(m²·K) — Standard 2026

Was regelt das GEG – und wen betrifft es 2026?

Kurzantwort: Seit 2020 führt das GEG die früheren Regelwerke EnEV, EnEG und EEWärmeG zusammen. Betroffen sind 2026 jeder Neubau, jede umfassende Sanierung und jeder Heizungstausch. Für Fertighäuser gelten dabei exakt dieselben Vorgaben wie für Massivbauten: Primärenergiebedarf, Wärmedurchgangskoeffizienten, Heizungs-EE-Anteil und die Pflicht zum Energieausweis. Als zentralen Hebel hat die Bundesregierung die 65 Prozent erneuerbare Energie bei jeder neu eingebauten Heizung verankert. Maßstab ist das sogenannte Referenzgebäude – ein virtueller Standard, an dem Ihr Vorhaben gemessen wird. Wer GEG-konform plant, profitiert direkt vom Bundesprogramm Klimafreundlicher Neubau des BMWSB.

Der Gesetzestext klingt nüchtern, die Umsetzung ist es nicht: Jeder Bauantrag muss 2026 einen Energieausweis nach GEG und einen Nachweis der EE-Pflicht enthalten. Erstellt werden diese Unterlagen von einem Energieeffizienz-Experten aus der BAFA-Liste – bei den Markenanbietern in unserem Detailvergleich ist das im Hauspreis enthalten. Ohne GEG-konforme Berechnung erteilt die Bauaufsicht keine Genehmigung. Mehr zum Ablauf im Baugenehmigungs-Ratgeber.

Effizienzhaus-Stufen 2026: EH 55, EH 40, EH 40 NH und QNG

Kurzantwort: Eine Effizienzhaus-Stufe beschreibt, wie viel Energie ein Gebäude im Vergleich zum gesetzlichen Referenzgebäude benötigt. EH 55 verbraucht 55 Prozent des Referenzbedarfs, also 45 Prozent weniger; EH 40 kommt mit 40 Prozent aus (60 Prozent weniger). EH 40 NH ergänzt das um Nachhaltigkeit nach QNG-Standard. Mindeststandard für die KfW-Förderung 2026 ist EH 55, während die zinsverbilligten Programme KFN 297/298 EH 40 oder QNG verlangen.

Effizienzhaus-Stufen 2026 im Direktvergleich

StufePrimärenergie­bedarfTransmissionsverlustKfW-Förderung 2026
EH 5555 % vom Referenz70 % vom ReferenzJa, KFN-Stufe entfällt
EH 4040 % vom Referenz55 % vom ReferenzKFN 297, bis 100.000 €
EH 40 NH (mit QNG)40 % + Nachhaltigkeit55 % vom ReferenzKFN 298, bis 150.000 €
EH 40 Plus (PV+Speicher)40 % + Eigenverbrauch55 % vom ReferenzAuslaufmodell, regional

Unter den 36 Markenanbietern ist EH 55 2026 bei rund 95 Prozent der Häuser Serienstandard und im Preis enthalten. EH 40 als Aufpreisoption schlägt mit zusätzlich 8.000 bis 25.000 Euro zu Buche. EH 40 NH (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) verlangt zusätzliche Nachweise zu Lebenszyklus, Schadstofffreiheit und Recyclingfähigkeit – Aufpreis 12.000 bis 35.000 Euro, dafür aber ein höherer KfW-Zuschuss. Details im KfW-Förderungs-Ratgeber 2026.

0 kWh/m²a
EH 55, Endenergie typisch
0 kWh/m²a
EH 40, Endenergie typisch
bis 0 k €
KFN 298 Kreditrahmen

Die 65-Prozent-Regel: welche Heizung 2026 noch erlaubt ist

Kurzantwort: Seit Januar 2024 müssen alle neu eingebauten Heizungen im Neubau zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen. Zulässig sind 2026 die Wärmepumpe (Luft, Sole, Wasser), eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Spitzenlast-Gas, die Stromdirektheizung im Effizienzhaus, Solarthermie kombiniert mit Holz- oder Pelletheizung sowie der Anschluss an ein Fernwärmenetz mit mindestens 65 Prozent EE-Anteil. Reine Gas- oder Ölheizungen sind im Neubau faktisch ausgeschlossen.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: der Fertighaus-Standard 2026 (COP 3,0–4,5).
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektor oder Erdsonde: höhere Effizienz, Investition 18.000–32.000 €.
  • Hybrid-Wärmepumpe mit Spitzenlast-Gas: rückläufig, da Gas mittelfristig teurer wird.
  • Pelletheizung plus Solarthermie: für Holzhaus-Fans, mit höherem Wartungsaufwand als die Wärmepumpe.
  • Fernwärme aus erneuerbaren Quellen: in Großstädten oft die beste Lösung – Anschlusszwang im B-Plan prüfen.
  • Wasserstoff-ready-Heizung: theoretisch zulässig, in der Praxis 2026 noch nicht ausgereift.

Details zu COP-Werten, Pufferspeicher und JAZ finden Sie im Wärmepumpen-Ratgeber. Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe behandelt unser PV-Ratgeber.

U-Werte 2026: was die GEG-Anlage 1 verlangt

Kurzantwort: In der GEG-Anlage 1 stehen die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) des Referenzgebäudes. Für ein klassisches Einfamilienhaus gelten 2026 als Referenz: Außenwand ≤ 0,28, Dach ≤ 0,20, Bodenplatte zum Erdreich ≤ 0,35, Fenster ≤ 1,3 und Außentür ≤ 1,8 W/(m²·K). Die Markenanbieter unterbieten diese Werte 2026 deutlich – Außenwände erreichen 0,15 bis 0,18, Dächer 0,12 bis 0,15 W/(m²·K).

U-Werte 2026 — GEG-Referenz vs. typischer Markenanbieter

BauteilGEG-ReferenzMarkenanbieter StandardEH 40 / Premium
Außenwand≤ 0,280,170,12–0,15
Dach gegen Außenluft≤ 0,200,140,11–0,13
Bodenplatte zum Erdreich≤ 0,350,220,16–0,19
Fenster (Uw)≤ 1,31,10,75–0,90
Außentür≤ 1,81,40,90–1,10
Wärmebrücken-Zuschlag ΔUWB0,050,030,01–0,02

Dass der Markenstandard die Vorgaben so klar übertrifft, hat zwei Gründe. Erstens erreicht der Holzrahmenbau schon bei schlanken Wandstärken (meist 30 bis 36 cm) dank hoher Dämmstoffdicke eine sehr gute Energieeffizienz. Zweitens erfordert die Gesamtbilanz des EH-55-Standards bessere Hüllbauteile, weil Lüftungsverluste und Anlagentechnik den Primärenergiebedarf nach oben treiben können.

GEG-konformes Fertighaus zum Festpreis

Alle 36 Markenanbieter in unserem Vergleich liefern 2026 serienmäßig EH-55-Niveau zum Festpreis. EH 40 und QNG gibt es als Aufpreisoption – wir zeigen Ihnen die genauen Mehrkosten.

Kontrollierte Wohnraumlüftung: Pflicht oder Kür?

Kurzantwort: Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (KWL-WRG) ist 2026 in keinem Bundesland gesetzlich vorgeschrieben. In EH-40-Häusern ist sie dennoch praktisch unverzichtbar, weil sonst die Lüftungsverluste die Energiebilanz sprengen. Das GEG lässt zwar Fensterlüftung zu, rechnet aber mit 0,5 1/h Luftwechsel – ein Wert, der sich bei luftdichten Hüllen übers Jahr ohne KWL kaum halten lässt. Mehrkosten 2026: 7.500 bis 14.000 Euro inklusive Verteilkanälen.

Moderne Anlagen erreichen Wärmerückgewinnungsgrade von 85 bis 92 Prozent – die Abluft heizt im Gegenstromprinzip die einströmende Frischluft vor. In gut gedämmten Häusern senkt das den Lüftungsverlust um bis zu 75 Prozent. Zusätzlich filtern F7/F9-Filter die Zuluft und entlasten Allergiker. Die Kehrseite: Wartungsaufwand (Filterwechsel zweimal jährlich), Stromverbrauch der Ventilatoren (40 bis 80 W Dauerlast) und mögliche Geräusche bei schlecht ausgelegten Systemen.

GEG im Bauantrag: diese Nachweise sind 2026 Pflicht

Kurzantwort: Drei GEG-Nachweise gehören 2026 zwingend in den Bauantrag: erstens der Energiebedarfsausweis nach GEG mit Primärenergie-, Endenergie- und Transmissionswärmeverlust des konkreten Vorhabens, zweitens der Nachweis des EE-Pflichtanteils samt Detailblatt zur Heizung, drittens der sommerliche Wärmeschutznachweis nach DIN 4108-2. Bei KfW-Förderung kommen weitere Dokumente hinzu (KfW-Formular, Finanzierungsbestätigung der Hausbank, ggf. QNG-Nachweis).

  • Energiebedarfsausweis nach GEG (Berechnung durch Energieeffizienz-Experte der BAFA-Liste).
  • Detailberechnung des EE-Anteils der Heizung (Wärmepumpe, Solarthermie, Holz, Fernwärme).
  • Sommerlicher Wärmeschutznachweis nach DIN 4108-2 (Übertemperaturgradstunden).
  • Dokumentierter hydraulischer Abgleich der Heizung.
  • Lüftungskonzept – auch bei Fensterlüftung, als Nachweis gegen Schimmelrisiko.
  • Bei KfW-Antrag: gewerkeweise Nachweise zu Bauteil-U-Werten, Anlagentechnik und erneuerbarer Wärme.

Vermeidbare Fehler im Energieausweis

Den Energieausweis dürfen ausschließlich zertifizierte Energieeffizienz-Experten der BAFA-Liste erstellen. Ein häufiger Fehler: Anbieter fertigen den Ausweis intern an und tragen ihn nicht in die offizielle Liste ein. Spätestens bei der KfW-Beantragung fällt das auf und kann Bauantrag und Förderung insgesamt gefährden. Lassen Sie sich vor der Vertragsunterschrift den BAFA-Listeneintrag des verantwortlichen Sachverständigen schriftlich belegen.

GEG im Bestand: wann es bei Sanierung und Heizungstausch greift

Kurzantwort: Im Bestand kommt das GEG 2026 in drei Konstellationen zum Tragen. Beim Heizungstausch gilt die 65-Prozent-EE-Pflicht für Neuanlagen ab 2026 in Neubaugebieten, ab 2028 in Großstädten über 100.000 Einwohner und ab 2028 in kleineren Gemeinden – mit Übergangsfrist bis Mitte 2029. Bei einer umfassenden Hüllsanierung (ab 10 Prozent der Bauteilfläche) sind die Bauteil-U-Werte aus Anlage 7 einzuhalten. Und bei einer Erweiterung ab 50 m² gilt das GEG vollständig für den Anbauteil.

Wer ein Fertighaus aus den 1970er- bis 1990er-Jahren modernisiert, muss daher genau prüfen, welche Bauteile angefasst werden und welche GEG-Anforderungen das auslöst. Sanierungspakete und Fördermittel behandelt der Modernisierungs-Ratgeber. Für die Sanierungspflichten 2026 relevant ist außerdem die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude), die parallel zum GEG die Förderkulisse bildet.

Ausblick: wie sich das GEG bis 2030 verschärft

Kurzantwort: Bis 2030 sind zwei Verschärfungen zu erwarten. Zum einen dürfte der Mindeststandard für Neubauten von EH 55 auf EH 40 angehoben werden (geplant für 2027/2028; die EU-Richtlinie EPBD fordert ab 2030 „Nullemissionsgebäude“). Zum anderen wird die EE-Pflicht im Bestand ab Mitte 2029 flächendeckend gelten. Wer 2026 ein KfW-40-Haus errichtet, ist bereits zukunftssicher; wer auf EH 55 setzt, profitiert von kürzeren Bauzeiten und niedrigeren Kosten, muss bei einer späteren Erweiterung aber nachrüsten.

Beobachtung aus dem Markt 2026: Bei den Markenanbietern rückt EH 40 zunehmend zum Standardmodus auf, während EH 55 zum Sparmodell wird. Premium-Anbieter wie Baufritz, Schwörer und FingerHaus liefern EH 40 NH (QNG) bereits gegen einen Aufpreis von 12.000 bis 25.000 Euro. Wer langfristig denkt und das KFN 298 nutzt, fährt mit EH 40 NH 2026 wirtschaftlich oft besser als mit EH 55.

GEG-konform und KfW-förderfähig in einem Schritt

Drei Markenanbieter aus unserem Vergleich von 36 Herstellern liefern Ihnen Festpreis-Angebote auf EH-40-Niveau inklusive KfW-Antrag. Wir bündeln Ihre Anfrage – die Mehrkosten sehen Sie transparent aufgeschlüsselt.

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Ihre Fragen – kurz beantwortet

Was Sie zu GEG 2024/2026 fürs Fertighaus am häufigsten wissen möchten, hat die Redaktion von Fertighaus-Vergleich.com für Sie zusammengefasst (Stand 2026).

Welche Vorgaben macht das GEG 2026 für Fertighäuser?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt 2026 in der durch das „Heizungsgesetz“ 2024 geänderten Fassung. Für Neubauten gilt der GEG-Mindeststandard auf KfW-55-Niveau: höchstens 55 Prozent des Jahres-Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes, U-Werte von maximal 0,28 W/(m²·K) für Außenwände, 0,20 für das Dach und 1,3 für Fenster. Zentral ist die Vorgabe, dass jede neue Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien läuft – erfüllt wird das in der Praxis von Wärmepumpen, Pellet- oder Hackschnitzelheizungen, Hybridsystemen oder dem Anschluss an ein Wärmenetz. Reine Gas- oder Ölheizungen scheiden im Neubau faktisch aus.
Wofür stehen die Effizienzhausstufen KfW 85 / 70 / 55 / 40 / 40 NH?
Die Effizienzhausstufen geben den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust als Prozentanteil eines GEG-Referenzgebäudes an. KfW 100 entspricht dem Referenzgebäude selbst, KfW 70 erreicht 70 Prozent, KfW 55 dann 55 Prozent und KfW 40 nur noch 40 Prozent davon. Das Kürzel „NH“ kennzeichnet die Nachhaltigkeitsklasse mit dem QNG-Siegel (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude). 2026 ist allein KfW 40 NH die Voraussetzung für die Förderung „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN).
Mit welcher Heizung erfülle ich die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien?
Die 65-Prozent-EE-Pflicht nach § 71 GEG gilt seit 2024 für jede neu eingebaute Heizung im Neubau. Ohne weiteren Nachweis erfüllen sie 2026: Wärmepumpen in den Varianten Luft/Wasser, Sole/Wasser und Wasser/Wasser, Heizungen mit Holzpellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz, Solarthermie als Alleinsystem (nur in Ausnahmefällen ausreichend), der Anschluss an ein Wärmenetz mit nachgewiesenem 65-Prozent-EE-Anteil sowie Hybridheizungen mit belegbarem 65-Prozent-Anteil. Reine Gas- oder Öl-Brennwertkessel sind im Neubau nicht mehr zulässig.
Errichten Fertighäuser serienmäßig KfW 55 oder nur den GEG-Mindeststandard?
Die meisten Premiumanbieter wie WeberHaus, Bien-Zenker, Hanse Haus, Schwörer, Fingerhaus und KAMPA bauen 2026 standardmäßig in KfW 55 und damit unterhalb des GEG-Mindeststandards. Discount-Anbieter wie Town & Country oder Massa Haus liefern serienmäßig den GEG-Mindeststandard und bieten KfW 55 oder KfW 40 gegen Aufpreis. Als Orientierung: KfW 55 statt GEG-Mindeststandard kostet 8.000 bis 15.000 Euro mehr, KfW 40 statt KfW 55 weitere 12.000 bis 25.000 Euro. Über 20 bis 30 Jahre amortisiert sich das durch den geringeren Energieverbrauch.
Was ist das QNG-Siegel und wozu brauche ich es?
Das QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) ist die staatliche Nachhaltigkeitszertifizierung und seit 2023 Voraussetzung für die KfW-Spitzenförderung „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN). Bewertet werden nach 28 Kriterien die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität sowie Prozess- und Standortqualität. Vergeben werden QNG-Plus als Standardklasse und QNG-Premium. Bei Fertighäusern erfolgt die Vergabe meist über systemische Vorzertifikate der Anbieter kombiniert mit einer individuellen Projektprüfung. Rechnen Sie mit 4.000 bis 12.000 Euro für die Zertifizierung und weiteren 8.000 bis 25.000 Euro für die nachhaltigeren Materialien.
Wie viel teurer ist ein KfW-40-Fertighaus gegenüber dem GEG-Mindeststandard?
Ein KfW-40-Fertighaus liegt 2026 je nach Größe und Anbieter meist 18.000 bis 40.000 Euro über dem GEG-Mindeststandard. Enthalten sind dann dickere Dämmung an Wand, Dach und Bodenplatte, Dreifachverglasung mit Ug von höchstens 0,7, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit über 80 Prozent Wärmerückgewinnung, optimierte Wärmebrückendetails, eine hocheffiziente Wärmepumpe und häufig eine PV-Anlage. Dem gegenüber stehen der KfW-Kredit bis 150.000 Euro zu vergünstigtem Zins aus dem KFN-Programm und eine jährliche Energieersparnis von 600 bis 1.200 Euro; die Investition amortisiert sich typischerweise nach 15 bis 20 Jahren.
Gilt das GEG auch für Ausbau- und Bausatzhäuser?
Ja, das GEG gilt für jedes neu errichtete Wohngebäude, unabhängig von der Ausbaustufe. Bei Ausbau- und Bausatzhäusern verantworten allerdings Sie als Bauherr die GEG-Konformität, nicht der Hersteller. Wer den Innenausbau selbst übernimmt, muss am Ende auf eigene Kosten einen Energieausweis nach GEG vorlegen. Lassen Sie bei Ausbauhäusern die Wärmebrücken- und Lüftungsplanung unbedingt vom Hersteller fertigstellen – wer Dampfbremse oder Lüftungsgerät selbst plant, riskiert Schimmelschäden und Verstöße gegen das GEG.
Prüfzeichen TÜV Rheinland ZERTIFIZIERT für die geprüfte Qualifikation, ID 0000038136

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An Ihrer Seite: Nico Brunner

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